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Klimaschutz im Alltag

Klimaschutz geht jeden etwas an, auch kleine Veränderungen können viel bewirken – wenn Alle mitmachen. Wir helfen Ihnen gerne mit ein paar Tipps, Ihren Alltag zu verändern. Die Tipps sind sortiert nach Themenfeldern.

Berechnen Sie doch einfach mal Ihren CO2-Fußabdruck und finden Sie heraus, wie Ihre persönliche Bilanz aussieht und wo Ihr persönliches Verbesserungspotential liegt. Ein Berechnungsinstrument gibt es beispielsweise vom Umweltbundesamt.

Mobilität

Kurze Wege

Alltagssituation:

Nur mal schnell zum Laden auf der grünen Wiese, nur noch kurz zur Post, ausnahmsweise mit dem Auto, weil es heute regnet... Wir alle kennen sie, die Ausreden, um mit dem Auto zu fahren statt mit dem Rad oder zu Fuß zu gehen. Dabei schont, das Auto stehen zu lassen, nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel und hilft gesund zu bleiben.

Tipps:

Versuchen Sie, das Rad in Ihren Alltag einzubauen. Fahren Sie konsequent alle Strecken unter einer von Ihnen festgelegten Kilometerzahl mit dem Rad oder gehen Sie zu Fuß. Nutzen Sie Ihr Smartphone oder einen Schrittzähler um zu überprüfen, wie viele Schritte Sie am Tag zurücklegen – mit und ohne Auto. Das kann bei der Motivation helfen.

Der Arbeitsweg

Alltagssituation:

Weil es so praktisch ist: Alleine mit dem Auto direkt von Zuhause zur Arbeit und zurück.

Tipps:

Nutzen Sie lieber Fahrgemeinschaften, Car-Sharing, Bus und Bahn, (elektrische) Fahrräder oder gehen  zu Fuß.  So bewegen Sie sich bereits auf dem Weg zur Arbeit oder können sich auf dem Weg bereits austauschen oder kommen entspannter an, weil Sie nicht selbst gefahren sind und konnten die Reisezeit anderweitig ausfüllen. Und vor dem Neukauf: probieren Sie auch einmal alternative Antriebstechnologien aus und hinterfragen Sie die Notwendigkeit eines eigenen Fahrzeugs.

Urlaub

Alltagssituation:

Die Urlaubsplanung steht an und Zuhause regnet es und ist kalt. Da wird gerne auf die Flugreise mit „Sonnengarantie“ zurückgegriffen.

Tipps:

Wenn der Urlaub vor der Tür steht, scheint vielleicht auch vor der eigenen Haustür die Sonne. Falls Ihnen das Risiko zu hoch ist: wie wäre es mit einer Zugreise. Und falls es doch die Flugreise oder Kreuzfahrt sein soll: kompensieren Sie doch Ihre Reise. Achten Sie aber darauf, dass die Projekte mit der sogenannten Gold-Standard-Zertifizierung ausgezeichnet sind. Eine Liste von Anbietern finden Sie bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt).

Einkaufen

Informationen zum Lebensmitteleinkauf finden Sie unter Ernährung.

Tragetaschen

Alltagssituation:

Ein alter Hut: der Jutebeutel. Jeder kennt ihn, jeder hat mindestens ein paar Exemplare zuhause: Als Werbegeschenk irgendwann mal mitgenommen, beim Einzelhändler erstanden oder neu aus Baumwolle mit lustigem Spruch. Das Problem ist, an sie zu denken. Der Klassiker: Nach der Arbeit noch schnell etwas einkaufen, doch der Beutel fehlt.

Tipps:

Die Jutebeutel stationär lagern – in der Fahrradtasche, im Auto, in der Aktentasche, in der Handtasche und auf der Arbeit. Und falls nicht genug Beutel im eigenen Haushalt vorhanden sind oder die alten nicht schick genug: Upcycling. Beutel können leicht aus alten Anziehsachen oder Stoffen genäht werden. Langweilige Taschen lassen sich durch Sprüche oder Verzierungen aufwerten. Zudem haben Freunde oder Verwandte sicher noch 1-2 Exemplare abzugeben. Alternative: Integrieren Sie den Jutebeutel in Ihre Routine: Alles dabei? Portemonnaie, Schlüssel, Handy – Beutel! Ein lustiger Aufkleber an der Eingangstür kann als Erinnerungsstütze helfen. Und: immer einen mehr mitnehmen als geplant!

Kleidung

Alltagssituation:

Das alte T-Shirt ist nicht mehr schick genug, also schnell zum Laden ein Neues kaufen. Und wenn man eh gerade dabei ist: die Schuhe sehen auch gut aus und eine neue Jeans ist eh mal wieder dran.

Tipps:

Was mit dem Kauf oft nicht bedacht wird: die Kleidung wurde meistens nicht in Deutschland oder Europa produziert, hat also bereits weite Wege zurückgelegt. Für die Produktion wird viel Energie benötigt, zudem entsteht Abwasser. Aber auch der Einsatz von Chemikalien oder der Einsatz von Wasser und Pestiziden beim Anbau von Baumwolle stellen unter anderen Probleme dar. Ein Film vom Umweltbundesamt erklärt die Problematik sehr zu­gäng­lich. Label helfen bei der Orientierung: achten Sie auf den "Global Organic Textile Standard", das "EU Ecolabel" und das "bluesign"-Label für Outdoorkleidung sowie auf Baumwolle aus kontrolliert ökologischem Anbau.

Besuchen Sie doch Tauschbörsen, Tauschpartys (oder veranstalten selber eine), Second-Hand-Läden, Flohmärkte oder leihen sich Kleidung auf Onlineportalen. Gerade wenn Sie ein Kleidungsstück nur für einen Anlass benötigen oder für Babykleidung kann sich das Leihen lohnen. Neben dem positiven Effekt für die Umwelt sind die Anziehsachen oft preisgünstig oder kostenlos, je nach Konzept. 

Achten Sie bei neu gekauften Stücken auf die Qualität: Slow Fashion ist das Stichwort hierfür. Lieber weniger und dafür qualitativ hochwertigere Kleidung kaufen und diese länger tragen. Achten Sie auf nachhaltige Mode- und Schuhmarken. Alternativ können Sie Ihre vorhandenen Anziehsachen aber auch umgestalten, reparieren oder etwas selber nähen oder stricken.

Zuhause

Heizen

Alltagssituation:

Draußen fallen langsam die Blätter von den Bäumen, die Luft wird kälter und der erste Frost naht. Drinnen wird gegengehalten mit der Heizung. Bei trockener Luft hilft dann das Lüften. Nur mal kurz auf Kipp – damit es drinnen nicht zu kalt wird. Und dann passiert es, die Heizung hält gegen, es bleibt drinnen warm und das Fenster wird vergessen. Aus fünf Minuten wird schnell eine halbe Stunde.

Tipps:

Kontrollieren Sie doch einmal Ihre Raumtemperatur: Ein Grad weniger schont nicht nur das Klima, sondern auch Ihren Geldbeutel. Das Umweltbundesamt empfiehlt einen Richtwert von 20°C im Wohnbereich, 18 °C in der Küche und 17°C im Schlafzimmer. Statt mehr zu heizen können Sie vielleicht auch einen wärmeren Pullover zuhause anziehen oder eine schöne Wolldecke nutzen.

Und: Stoßlüften. Fenster nie auf Kipp, sondern die Heizung ausstellen und Fenster ordentlich aufmachen. Dann merken Sie auch ganz schnell, wenn sich die Luft ausgetauscht hat und die Heizung wieder angeschaltet werden sollte. Außerdem sollten Sie Ihre Dichtungen an Türen und Fenstern ab und an überprüfen sowie Ihre Heizungsanlage. Mehr Informationen zu dem Thema bietet auch unsere Kampagne „Heizungsoptimierung.

Im Badezimmer

Alltagssituation:

Nach einem langen Tag hilft die warme Dusche oder das Vollbad bei der Entspannung. Die Gesichtscreme gehört zur täglichen Routine. Die Badreiniger sorgen für ein sauberes Gefühl.

Tipps:

Benutzen Sie im gesamten Bad Durchflussbegrenzer. Egal ob beim Wasserhahn oder Duschkopf, so lässt sich eine Menge Wasser einsparen. Für den Selbstversuch: Stellen Sie doch einen Eimer unter Ihren Wasserhahn und Ihren Duschkopf und messen, wieviel Wasser in 30 Sekunden durch Ihre Dusche oder Ihren Wasserhahn läuft. Bei einer Regendusche können das zehn Liter sein. Wenn Sie also fünf Minuten duschen haben Sie 100 Liter Wasser gebraucht. Sparduschköpfe kommen auf Werte von drei Litern pro 30 Sekunden, bei einer Dusche von fünf Minuten nutzen Sie 30 Liter Wasser. Falls Sie Sorge haben, dass Ihnen der Wasserstrahl zu gering vorkommt: Tauschen Sie Ihren Duschkopf gegen einen aus, der Luft zumischt. Dadurch fühlt sich der Wasserstrahl kräftiger an. Ein Vollbad nutzt um die 200 Liter Wasser, je nach Größe der Wanne, daher ist duschen dem Vollbad auf jeden Fall vorzuziehen.

Überprüfen Sie Ihre Kosmetika auf gefährliche Chemikalien. In Körper-, Gesicht- oder Sonnencreme oder anderen Produkten des Alltags können "besonders Besorgnis erregenden Stoffe" enthalten sein, die beispielsweise hormonell wirken. Unter der EU-Chemikalienverordnung REACH werden diese Stoffe identifiziert. Sie haben ein Auskunftsrecht was diese Stoffe betrifft, nutzen Sie es. Übrigens: Das Auskunftsrecht gilt für die meisten Gegenstände und Verpackungen, nicht nur für Kosmetika.
Besonders unkompliziert informieren können Sie sich über die Smartphone-Apps Scan4Chem des Umweltbundesamtes oder ToxFox des BUND: Scan4Chem hilft Ihnen dabei Anfragen an Hersteller zu stellen. Sie geben einmalig Ihre Kontaktdaten in die App ein, scannen den Barcode und kontaktieren dann direkt über die App den Hersteller. Die Anfragetexte sind bereits vorformuliert. Die App ToxFox gibt Ihnen direkt Auskunft über 80.000 Körperpflegeprodukte. Sie müssen lediglich den Barcode von ihrem Produkt scannen. Das kann gerade im Laden sehr praktisch sein. 

Achten Sie auch bei den Reinigungsmitteln auf die enthaltenen Chemikalien. Überprüfen Sie, inwieweit die Produkte die Umwelt schädigen können. Sind die verwendeten Tenside abbaubar? Und gibt es vielleicht eine unschädlichere Alternative?

Garten und Balkon

Alltagssituation:

Ein kleines Paradies vor der eigenen Haustür: der Garten oder Balkon.

Tipps:

Achten Sie bei Blumenerde darauf, dass diese Torffrei ist. Bei den Pflanzen kommt es auf die Ursprungsherkunft an. Woher wurden sie importiert? Und gibt es nicht eine Alternative aus heimischem Anbau? Nutzen Sie zur Wässerung am besten Regenwasser. Düngen Sie sehr sparsam oder mit selbst produziertem Kompost. Bereits beim pflanzen sollten Sie auf den Standort achten, also auf die Lichtverhältnisse und die Bodenqualität und Ihre Pflanzen dementsprechend auswählen. Und wie wäre es mit Obst und Gemüse direkt vor Ihrer Haustür? Und zur Unterstützung: ein Insektenhotel. So erhalten Sie kostenlose Hilfe beim bestäuben der Pflanzen und es ist spannend zu beobachten, wer in Ihr Hotel einzieht. Sie können das Hotel auch selber bauen. Anleitungen finden Sie im Internet.

Internet

Alltagssituation:

Die gesuchte Internetseite wird in die Standardsuchmaschine eingegeben statt direkt in die Adresszeile, obwohl die Adresse bekannt ist. Waren werden im Online-Handel bestellt, statt vor der eigenen Haustür gekauft. Da der Rückversand kostenlos ist, werden gleich mehrere Varianten und Größen geordert.

Tipps:

Nutzen Sie die Adresszeile. Jede Suchanfrage benötigt Energie. Und wenn Sie tatsächlich etwas suchen, benutzen Sie doch "grüne" Suchmaschinen. Stellen Sie diese am Besten direkt als Ihre Standardsuchmaschine ein. Auch beim E-Mail-Programm gibt es "grüne" Varianten. Und nutzen Sie doch mal wieder den Händler um die Ecke und probieren die Waren direkt an.


Ernährung

Ein riesiges Thema: unsere Ernährung. Die Lebensmittelläden bieten eine sehr große Auswahl. Hersteller versuchen mit bunten Farben oder natürlichem Aussehen unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Doch wie kauft man eigentlich „richtig“ ein? Wie belaste ich durch meinen Konsum das Klima am wenigsten? Da das Thema so umfangreich ist, haben wir es für Sie nach Kategorien unterteilt.

Obst und Gemüse

Saisonkalender nutzen und auf die Herkunft der Lebensmittel achten. Ein Blick auf den Saisonkalender kann helfen, Obst und Gemüse auszuwählen, das nicht monatelang gekühlt, sondern gerade produziert wurde und keine langen Transportwege hinter sich hat. Aber Aufgepasst: Nur weil Feldsalat in Deutschland Saison hat, heißt das nicht, dass der im Laden vorhandene auch aus Deutschland und nicht bspw. aus Italien kommt oder der Apfel aus dem Alten Land statt aus Neuseeland. Sie sollten daher auch auf das Herkunftsland achten.
Der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) können Sie online einsehen oder als App herunterladen.

Zu viel Aufwand? Probieren Sie doch saisonale Obst- und Gemüsekisten aus. Hier können Sie sich die saisonalen Lebensmittel direkt zusammenstellen und liefern lassen oder abholen. Zudem kommen die Produkte je nach Händler direkt aus der Umgebung. Manche Händler arbeiten außerdem mit Behindertenwerkstätten zusammen. Mehr Informationen über Obst- und Gemüsekisten in Schleswig-Holstein finden Sie beim sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag.

Öffentlich zugängliches Obst, Kräuter oder Nüsse direkt vor der Haustür finden Sie auf der Seite von Mundraub. Auch einige Städte und Kommunen haben hier bereits ihre Baumkataster offengelegt.

Fleisch

Der Fleischkonsum hat einen erheblichen Einfluss auf die eigene Klimabilanz. Die Haltung der Tiere und der Bedarf/Produktion an Futtermitteln sind hier wesentliche Faktoren. Überprüfen Sie doch mal die Menge, die Sie in einer Woche konsumieren. Und wie viel davon bewusster Genuss statt Gewohnheit ist. Der Fleischrechner von Blitzrechner.de hilft Ihnen zu ermitteln, wie viele Ressourcen durch Ihren Konsum verbraucht werden und wie viel Einsparung durch eine vegetarischere Ernährung möglich wäre. Zudem sollten Sie hinterfragen, wo das Fleisch herkommt. Versuchen Sie fleischfreie Tage einzulegen und probieren Sie fleischfreie Rezepte aus. Für neue Ideen können vegetarische/vegane Kochbücher oder Rezepte aus dem Internet helfen. Ferner achten Sie auch auf Siegel: EU-Biosiegel, Bioland, Demeter, Naturland, Biopark, Biokreis und Wildfleisch aus der EU.
Mehr Informationen zu dem Thema bietet unter anderen die Studie “Klimawandel auf dem Teller“ von World Wildlife Fund e.V. (WWF).

Fisch

Auch der Fischkonsum stellt ein Problem dar, denn viele Arten sind überfischt. Einkaufratgeber von Greenpeace oder dem World Wildlife Fund e.V. (WWF) helfen bei der Orientierung. Achten Sie zudem auf die Siegel MSC (Marine Stewardship Council), ASC (Aquaculture Stewardship Council) Naturland, Bioland oder Bio.

Regional einkaufen

Schauen Sie beim Einkaufen nach Waren aus Ihrer Region um lange Transportwege zu vermeiden. Nutzen Sie nach Möglichkeit Direktvermarkter.

Frische Lebensmittel

Nutzen Sie möglichst frische und nicht verarbeitete Lebensmittel, denn je länger ein Lebensmittel gekühlt werden musste und je aufwendiger es verarbeitet wurde, desto mehr Energie wurde für die Produktion und Lagerung des Lebensmittels benötigt.

Lebensmittelverschwendung vermeiden

In Deutschland wirft jeder Bürger und jede Bürgerin pro Jahr im Durchschnitt 81,6 Kilo Lebensmittel weg, wovon gut 47 Prozent vermeidbar gewesen wären und weitere 18 Prozent teilweise vermeidbar (Studie der Universität Stuttgart aus dem Jahr 2012). Versuchen Sie Ihren Einkauf daher gut zu planen und schauen Sie vorab Ihre Vorräte an und schreiben einen Einkaufszettel. Achten Sie auf die unterschiedlichen Bedürfnisse beim Lagern von Lebensmitteln. Frieren Sie Reste ein oder verwenden Sie diese weiter und kochen leckere neue Gerichte daraus. Die App “Zu gut für die Tonne“ hilft mit Anregungen und Rezepten entsprechend Ihrer vorhandenen Zutaten. Informationen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung bietet die dazugehörige Seite "Zu gut für die Tonne" der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Die App "Too Good To Go" vernetzt Gastronomen und Kunden: Über die App werden übriggebliebene Speisen für Selbstabholer vergünstigt angeboten - egal ob Bäckerei, Supermarkt oder Restaurant.
Auch im Restaurant sollten Sie möglichst "restlos" genießen, das heißt nicht zu viel bestellen und die Reste einpacken lassen. Schauen Sie sich auch gerne die Aktion des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hierzu an: "Restlos genießen".
Wenn Sie in den Urlaub fahren oder aus anderen Gründen Lebensmittel nicht verbrauchen, helfen Ihnen die Lebensmittelretter. Hier können Sie Ihre übriggebliebenen Lebensmittel online eintragen oder Fair-Teiler-Stationen finden, um Ihre Lebensmittel abzugeben. Nutzen Sie die Fair-Teiler-Stationen auch gerne selbst: Denn je weniger Lebensmittel weggeschmissen werden, desto besser. Mehr Informationen und Bedingungen entnehmen Sie bitte der Internetseite der Lebensmittelretter.

Getränke

Auch bei Getränken muss genau hingeschaut werden. Mehrweg ist dem Einweg vorzuziehen. Und achten Sie auch hier auf die regionale Herkunft der Produkte. Oder noch besser: nutzen Sie ihr Leitungswasser und füllen dieses in geeignete Flaschen ab, am Besten aus Glas. Das schont Ihren Geldbeutel und die Umwelt. Wenn Sie lieber Wasser mit Kohlensäure mögen, helfen Ihnen Wassersprudler. Achten Sie auch hierbei auf Glasflaschen. Und für den Kaffee oder Tee unterwegs gibt es schicke Becher aus nachwachsenden Rohstoffen oder Porzellan.

Während des Einkaufs

Auch hier gilt: Mehrweg statt Einweg und Glas statt Plastik. Egal ob Gewürze, Ketchup oder Joghurt, fast immer gibt es eine Alternative aus Glas. Versuchen Sie Verpackungen zu vermeiden. Und fahren Sie möglichst nicht alleine mit dem Auto zum Supermarkt. Wie wäre es stattdessen mit dem Fahrrad, dem öffentlichen Personennahverkehr oder Fahrgemeinschaften?

Weiße Ware und die Zubereitung von Lebensmitteln

Achten Sie beim Kauf von Waren auf die Energiedaten und Siegel wie den Blauen Engel. Und Überdimensionieren Sie Ihre Produkte nicht. Ein großer Kühlschrank mit guter Energieklasse verbraucht möglicherweise mehr Energie als der mittelgroße Kühlschrank mit mittlerer Energieklasse. Schauen Sie auf die Verbrauchszahlen und nicht nur auf die Klassifizierung. Zudem: Nutzen Sie Deckel für Kochtöpfe und den Wasserkocher statt den Kochtopf für das Erwärmen von Wasser.

Für Unterwegs

Wie wäre es mit Brotdosen aus Edelstahl statt aus Plastik und mit bienenwachsbeschichteten Tüchern statt Frischhalte- oder Alufolie. Bienenwachstücher können Sie auch selbst herstellen, am Besten aus alten Baumwollstoffen. Probieren Sie es doch einfach mal aus, Anleitungen finden Sie im Internet.

Suffizienz und "aus Alt mach Neu"

Suffizienz

Das Konzept der Suffizienz sieht einen möglichst geringen Ressourcenverbrauch vor. Der Ressourceneinsatz/Bedarf an Konsum und Dienstleistungen soll ohne den Verlust des eigentlichen Ziels gesenkt werden. Beispielsweise kann für eine berufliche Besprechung statt des gemeinsamen Besprechungszimmers aufgrund von weiten Entfernungen die Internettelefonie als Mittel gewählt werden. Das Ziel der gemeinsamen Absprache kann somit auch mit geringerem Ressourceneinsatz erreicht werden.

Fragen Sie sich doch ab und an in Ihrem Alltag und auch im beruflichen Kontext: was möchte ich eigentlich gerade erreichen? Und gibt es hierfür auch einen anderen Weg?

Beim Konsum hilft es manchmal schon, Gegenstände oder Dienstleistungen nicht sofort zu kaufen. Erst zugreifen, wenn es am nächsten Tag oder in der nächsten Woche immer noch benötigt wird. 

Aus Alt mach Neu

Und versuchen  Sie es doch mit "Upcycling". Im Internet gibt es tolle Ideen und Anleitungen wie sie vorhandenes aufwerten. Egal ob Möbel aus Paletten, Pinnwände aus Korken oder Blumentöpfe aus Dosen. Zudem können Sie in Tauschbörsen oder auf Flohmärkten kleine Schätze entdecken.  Die ZVO Entsorgungs GmbH bietet auf ihrer Internetseite einen Tausch- und Verschenkemarkt für Ostholstein an. Stöbern Sie doch mal auf der Seite oder stellen selbst etwas ein. Wenn es doch etwas Neues sein soll, dann achten sie auf die Inhaltsstoffe und kaufen möglichst lokal und nicht global.

Sammelsurium

Hier noch auf die Schnelle ein paar Zusatztipps:

  • Nutzen Sie Repair Cafés. Hier wird Ihnen beim Reparieren von kaputten Gegenständen geholfen und das meist kostenlos mit vorhandenem Werkzeug.
  • Schalten Sie alle Geräte im Haushalt aus und nutzen kein Standby, das kostet unnötig Energie, benutzen Sie lieber Steckerleisten mit Energieschaltern und schalten diese am Abend Konsequent aus
  • Probieren Sie einen kostenlosen EnergiesparCheck von co2online aus.
  • Achten Sie beim Neukauf von Produkten auf nachhaltige Label wie den Blauen Engel oder FSC für Papier und Holzmöbel
  • Kontrollieren Sie Ihre Glühbirnen. Sind noch Glühbirnen im Einsatz die 60 Watt benötigen? Eine LED mit gleicher Leuchtleistung verbraucht lediglich 8 Watt. Warmweißes Licht erhalten Sie 2700-2900 Kelvin, kaltweißes bei über 4000 Kelvin Farbtemperatur
  • Trennen Sie Ihren Müll und produzieren Sie so wenig Müll wie möglich
  • Bestellen Sie Werbekataloge und Wurfsendungen ab, wenn Sie diese nicht benötigen
  • Verwenden Sie auf Ihrem Briefkasten einen Aufkleber mit der Aufschrift: „Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitschriften“ um Müll zu reduzieren

Noch nicht genug? Weitere Tipps für den Alltag finden Sie bei Umweltbundesamt und bei co2-online.

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